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Provence

Mit dem Wohnmobil durch die Provence

Auf dem Weg in die Provence steuern wir zunächst Avignon an. Als ich noch keine Familie hatte, besuchte ich die Stadt bereits und ich war schockverliebt. Wunderschön umgeben von einer mittelalterlichen Stadtmauer liegt die Stadt im Südosten Frankreichs.
Doch als wir ankommen ist Rushhour. Kein Parkplatz in Sicht und die Kinder hungrig. Darum entscheiden wir uns Avignon dieses Mal zu umfahren. Wir machen einen Zwischenstopp bei Gordes. Der Anblick auf diese Stadt ist gigantisch. Die typisch provenzalischen Häuser sind spiralenförmig um die Burg erbaut. Gordes hat die Auszeichung „ Plus beaux villages de France“ , welche die schönsten Dörfer Frankreichs kennzeichnet. Zurecht, finden wir.

Abseits der Hauptverkehrsstraßen liegt ein malerische Tal mit den berühmten Lavendelfelder der Provence. Anfang September sind wir eindeutig zu spät dran, diese blühend zu erleben, dennoch lohnt sich die Anfahrt zum Kloster von Notre-Dame de Sénanque um welches die Felder angelegt sind. Wer den Lavendel in voller Blüte erleben möchte, sollte Anfang Juli in die Region reisen.

Verzaubert von diesen wunderschönen Anblick steigen wir ins Wohnmobil und steuern unseren nächsten Halt in der Camargue an. Schon auf den ersten Metern fallen uns die Augen aus dem Kopf. Vor uns stehen rosa Flamingos im Wasser. Bislang kennen wir diese Vögel nur aus dem Zoo. Wir machen den ersten Halt am Straßenrand um diese noch weiter zu beobachten. Die Kinder sind hin und weg, doch auch wir Erwachsene sind begeistert und verweilen noch einige Minuten. Das 13.000 Hektar große Naturschutzgebiet der Camargue ist eines der größten Feuchtreservate Europas. Viele Vögel nutzen die Camargue zum Rasten und Brüten.
Weiße Pferde und schwarze Stiere gehören hier ebenso zum Landschaftsbild.

Bei Windstärke 7 verlassen wir das Wohnmobil und bestaunen die Salzsalinen. Jonas bleibt die ganze Zeit an meiner Hand, denn ich habe das Gefühlt, wenn ich ihn loslasse fliegt er davon.

Auf der Suche nach einem freien Stellplatz für die Nacht werden wir bitter enttäuscht. Deshalb stellen wir uns auf einen kostenpflichtigen Stellplatz. Dieser ist rießig und vor allem staubig. Wir können weder die Türen oder Fester öffnen noch vor dem Wohnmobil sitzen.
Wir flüchten mit den Fahrrädern in die nächste Ortschaft, Le Grau-du-Roi.
Wie sich herausstellt ist hier ein touristisches Zentrum der Camargue. Supermärkte, Restaurants, Bars, Souvenir-shops und große Hotelanlagen am Strand. Wir lassen uns von dem bunten Treiben mitreißen und genießen die Stimmung.

Nachts fahren wir mit den Fahrrädern zurück zum Stellplatz entlang des Fahrradweges. Erst jetzt fallen uns die Straßenschilder mit Kaninchen darauf auf und plötzlich sind sie überall. Rechts und links sitzen sie in den Büschen und hin und wieder kreuzt ein Kaninchen unseren Weg.

Geheimtipp: Wir hatten das Glück Anfang September in Le-Grau-du-Roi anzukommen. Hier finden in der ersten Septemberhälfte die Courses camargueses statt. Das sind typische Stierrennen Südfrankreichs und viele weitere Schauspiele rund um den Stierkampf.

FAZIT:
Die Provence bietet malerische Dörfer und herrliche Naturlandschaften.
Die Camargue ist für Reisende durch die Provence schon fast ein MUSS. Der Anblick der schwarzen Stiere, der weißen Pferde und der rosaroten Flamingos verzaubert jeden.

Highlights und Sehenswürdigkeiten in der Provence

Stadt Gordes
Klosterhof von Notre-Dame de Sénanque
Plage de l´Espiguette
die „kleine Camargue“ im Département Gard
Wehrturm Tour de Constance
Saintes-Maries-de-la-Mer

Empfehlungen

Stellplatz Unweit des Klosters Notre-Dame de Sénanque haben wir einen ruhigen Parkplatz entlang der Serpentinenstraße gefunden. Oberhalb von Gordes.

EssenPreisgünstiger ist es auf jeden Fall selbst zu kochen, denn in Frankreich ist ein Restaurantbesuch doch auch immer mit etwas Luxus verbunden.

FortbewegungEin eigenes Fahrzeug ist von Vorteil. In der Camargue kommt man gut mit dem Fahrrad voran.

Lokale Köstlichkeiten der Provence

1
Kräuter der Provence Nicht nur schön anzusehen sondern auch Grundzutat einiger Speisen. Ein Gewürzbündel enthält hauptsächlich Bohnenkraut, Majoran, Rosmarin, Thymian und Oregano.
3
Nizza Salat Verschiedne grüne Salatsorten, frische Tomaten, Thunfisch, hartgekochte Eier, Oliven und Sardellen. Serviert wird der Salat mit einer Vinaigrette.
2
Socca Ein Fladenbrot, das aus Kichererbsen besteht. Es wird in einem offenen Ofen gebacken, mit Kräuter der Provence und grobem schwarzen Pfeffer gewürzt.
4
Bouillabaisse Die Suppe besteht mindestens aus drei verschiednen Fischsorten ( großer roter Drachenkopf, Knurrhahn, europäischer Meeraal). Gewürzt wird mit Kräutern der Provence, Knoblauch, Zwiebeln und Tomaten. Dazu gibt es eine Soße die traditionelle Rouille. Sie besteht aus Olivenöl, Brotkrusten, Knoblauch, Safran und Chilli.

Packliste für die Provence

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